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Reisebericht: AIDA – Adria

Trulli-Stadt Alberobello – Bummel durch Bari

Bari, Italien

Unser zweiter Stopp war die Stadt Bari in Italien. Wir erkundeten auf einem Ausflug die Trulli-Stadt Alberobello und die Altstadt von Bari.

Die Trulli-Stadt Alberobello

Gegen 10:30 Uhr fuhren wir mit dem Bus in die Stadt Alberobello. Alberobello war wegen seiner kleinen, weiß gestrichenen Rundhäuser mit Steindach (ital. Trulli) auch unter dem Namen Trulli-Stadt bekannt. In Alberobello bestand ein ganzer Stadtteil aus diesen Trulli, welcher zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörte.

Nach unserer Ankunft kehrten wir zuerst in eine urige Osteria ein, in welcher uns als Mittagssnack eine Portion Nudeln serviert wurde. Danach machten wir uns auf den Weg zu den Trulli-Häusern.

Mittagessen in einer Osteria in Alberobello

Zuerst besichtigten wir die Trulli rechts von der Hauptstraße. Hier spielten einige traditionell gekleidete Italiener Musik und unterhielten somit die vorbeiziehenden Touristen. Die Trulli waren schön anzusehen und gänzlich ohne Mörtel aus Trockenmauerwerk aufeinander geschichtet.

Eingang zu einem Trullo

Traditionell gekleideter Handwerker

Blick auf die Trulli-Stadt

Kleine Geschichtsstunde zu den Trulli

Im 17. Jahrhundert bauten die Siedler von Alberobello diese Häuser auf Anordnung des Grafen Giangirolamo II. Acquaviva. Dieser war nicht gewillt, für die Gründung der Ortschaft Geld an die Regierung zu zahlen. Er verpflichtete die Siedler also, die Häuser ohne Mörtel zu bauen, sodass diese im Falle einer Regierungsinspektion einfach abzubauen und später wieder aufzubauen waren. Eine armselige Ansammlung halber Wände konnte die Regierung immerhin nicht als Ortschaft bezeichnen

Pfeifen, Madame, Pfeifen!

Auf der anderen Seite der Straße betraten wir ein Trullo, in welchem handgemachte Pfeifen verkauft wurden. Dachte man beim Betreten des Ladens noch, bei den kleinen, bunten Tierchen in den Regalen handele es sich um Figuren, wusste man kurz darauf, dass es Pfeifen waren. Darauf machte die Verkäuferin mit ihrem Ruf „Pfeifen, Madame, Pfeifen!“ vehement aufmerksam. Wenn ein Mann seiner Angebeteten den Hof machte, gab er sich ihr durch den Pfeifton zu erkennen. Am Tag der Verlobung schenkte er ihr dann diese Pfeife. Sie galt deswegen noch heute als Glücksbringer für die Beschenkte bzw. den Beschenkten.

Trullo, in welchem handgemachte Pfeifen verkauft wurden

Niedliche Pfeifen

Ich fand die Pfeifen so niedlich, dass ich mir eine bunt bemalte Kuh und einen Marienkäfer kaufte. Im Trullo war es außerdem überraschend kühl. Das lag daran, dass er durch die dicken Wände und kleinen Fenster einen guten Schutz gegen die anhaltende Sommerwärme bot.

Die Wallfahrtskirche Sant’Antonio di Padova

Die Symbole auf den Steindächern der Trulli sollten das Haus und seine Bewohner vor dem Bösen schützen und waren hauptsächlich christlicher Natur. Wir sahen beispielsweise eine Sonne, einen Mond, ein Herz mit Pfeil und mehrere Kreuze.

Symbole auf den Steindächern der Trulli

Liane und ich schlenderten anschließend die Straße hoch und kamen dort an der kleinen Wallfahrtskirche Sant’Antonio di Padova vorbei. Diese hatte den Grundriss eines griechischen Kreuzes und das typische Kegeldach der Trulli. Der Hauptaltar bestand aus einem steinernen Monolithen aus Kalkstein.

Wallfahrtskirche Sant’Antonio di Padova

Altar mit einem Monolithen aus Kalkstein

Erkundungen in Bari – Bummel durch die Altstadt

Nachdem wir uns umgesehen hatten, gingen wir zurück zum Bus und fuhren nach Bari. Hier kamen wir zuerst an der Burg von Bari vorbei, deren Ursprung in byzantinischer und normannischer Zeit lag. Danach schlenderten wir durch die Altstadt mit ihren engen, verwinkelten Gässchen und vielen Läden an jeder Ecke. Wir sahen einige Frauen, die Nudeln herstellten und zum Verkauf anboten. Wir gingen auch über den sogenannten „Ikea-Platz“. Hier hingen von Ikea gesponserte Gießkannen an Laternen und Balkonen, um das Aussehen des Platzes etwas aufzupeppen.

Burg von Bari

Gassen der Altstadt von Bari

Nudeln wurden an fast jeder Ecke verkauft

Gießkannen an einem Balkon auf dem „Ikea-Platz“

Als nächstes besichtigten wir die Kathedrale San Sabino. Sie war dem heiligen Bischof Sabinus gewidmet. Das heutige Gebäude wurde Ende des späten 12. Jahrhunderts erbaut. Die einfache Fassade der Kathedrale San Sabino prägte ein großes Rosettenfenster.

Die Kathedrale San Sabino mit großem Rosettenfenster

Zum Schluss kamen wir an der päpstlichen Basilika San Nicola vorbei. Sie wurde Ende des 11. Jahrhunderts für die Reliquien des Heiligen Nikolaus errichtet. Die Basilika San Nicola galt noch heute als bedeutendes Pilgerziel für römisch-katholische und orthodoxe Christen.

Die Basilika San Nicola

Im Inneren der Basilika San Nicola

Nach dieser Erkundungstour durch Baris Altstadt hatten wir noch etwas Freizeit. Liane und ich nutzten diese, um ein Eis zu essen und ein paar Postkarten zu ergattern.

Gebäude mit interessanter Fassade

Zurück auf der AIDAblu

Gegen 14:30 Uhr fuhren wir zurück zum Schiff, wo wir das Bella Donna Restaurant für ein spätes Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen aufsuchten. Die restliche Zeit bis zum Abendessen vertrieben wir uns bei einem Sonnenbad auf unserem Balkon. Später verfolgten wir das Auslaufen aus Baris Hafen und aßen danach zum Thema „Italien“ im Markt Restaurant.

Im Hafen von Bari

Auslaufen aus Bari

Reisebericht: AIDA – Adria
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