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Reisebericht: Sizilien, größte Insel im Mittelmeer

Marsala – Erice

Die Salinen nördlich von Marsala

Nach dem langen gestrigen Tag ging es heute etwas ruhiger zu. Zuerst begaben wir uns zum Frühstücksbuffet und aßen in aller Ruhe. Danach holten wir unsere Koffer und gingen zum Bus.

Blick aus unserem Hotelzimmer

Tonnara di Bonagia

Erster Stopp waren die Salzmühlen an der kleinen Inselgruppe Isole dello Stagnone di Marsala etwas nördlich der Hafenstadt Marsala. Die vier Inseln Isola Grande, San Pantaleo, Santa Maria und La Schola umgaben die mit etwa 2.000 Hektar größte sizilianische Lagune. In dieser wurde in Salinen Salz gewonnen. Hier erwarben wir zwei Beutel Meersalz zu jeweils einem Euro.

Inselgruppe Isole dello Stagnone di Marsala

Blick auf die Salinen

Unser erworbenes Meersalz

Erkundungen in Marsala und Marsala-Verköstigung

Anschließend fuhren wir ein kurzes Stück nach Marsala. Die Stadt lag an der westlichsten Spitze Siziliens am Kap Boeo und war von hier nur 140 Kilometer von Tunesien entfernt. Giusy begleitete uns bis zum Stadttor Porta Garibaldi, danach hatten wir etwa eine Stunde Freizeit. Wir besichtigten zuerst die zentrale Piazza della Repubblica mit dem im 16. Jahrhundert erbauten Palazzo VII Aprile und dem Dom von Marsala.

Palazzo VII Aprile

Der Dom von Marsala

Im Dom von Marsala

Nachdem wir einige Fotos geschossen hatten, gingen wir noch zum Fischmarkt Antico Mercato. Den strengen Geruch konnten wir bereits von Weitem riechen. Die Händler boten hier allerlei frisch gefangene Fische (inklusive Kopf, Augen und Innereien) an. Eine Delikatesse war Bottarga di tonno – eine Speise, die aus dem Rogen des Roten Thun bestand. Weiterhin gab es auch diverse Sorten Honig und allerhand Mandeln zu erstehen.

Fischmarkt Antico Mercato

Berauscht von diesen Eindrücken begaben wir uns zu einer Weinhandlung, wo wir den Likörwein Marsala verköstigen sollten. Wir probierten einen herben und einen süßen Marsala sowie Weißwein und Mandellikör. Passend dazu gab es kleine Stücke Mandelgebäck.

Weinhandlung, in der wir den Likörwein Marsala verköstigten

Marsala und Mandelgebäck

Wunderschöne Bergstadt Erice

Im Anschluss fuhren wir zur Stadt Erice, welche auf einer Höhe von 751 Metern auf dem gleichnamigen Berg lag. Erice war durch eine Seilbahn mit dem Tal verbunden. Unser Fahrer Antonio erledigte seinen Job sehr professionell und chauffierte uns sicher und wohlbehalten die enge Serpentine hinauf.

Oben angekommen gingen wir entlang der alten Stadtmauer zuerst zum Kastell aus dem 13. Jahrhundert. Hier spielte uns ein Akkordeonspieler freudig die deutsche Nationalhymne vor – wie verrückt!

Blick auf die Salinen nördlich von Marsala

Kastell aus dem 13. Jahrhundert

Ein Akkordeonspieler spielte lustige Lieder

Vom Kastell bot sich uns eine einzigartige Aussicht auf das Landesinnere und das Meer. Im Hintergrund erblickten wir den Monte Cofano (dt. „Kofferberg“), welcher auf einer Landzunge am Tyrrhenischen Meer lag. Er war 659 Meter hoch und lag inmitten des gleichnamigen Naturreservates.

Aussicht vom Kastell auf das Landesinnere

Blick auf den Monte Cofano

Street-Art in Erice

Mittagessen und Pasticceria Maria Grammatico

Danach schlenderten wir durch die engen Gassen von Erice, die beidseitig von Souvenirläden und Restaurants gesäumt waren. Zum Mittag aßen wir in der Pizzeria La Rustichella. Liane und ich teilten uns eine Pizza mit Schinken und reichlich Käse, Tobi bestellte sich Spaghetti Carbonara.

Gassen von Erice

Unten: Die Trinacria, das Symbol der sizilianischen Flagge

Blumentopf in Form eines Kopfes

Oben: Spaghetti Carbonara / Unten: Pizza mit Schinken und Käse

Nach diesem leckeren Essen schlenderten wir weiter und kamen schließlich an der Bäckerei Pasticceria Maria Grammatico vorbei. Hier gab es eine Vielzahl köstlicher Pasticcini in allen Formen, Farben und Größen sowie Cannolo, Cassata, Mandelgebäck, Marzipan und hausgemachte Marmelade. Maria lebte damals im Kloster und schaute den Nonnen beim Zubereiten von Gebäck zu. Später verließ sie das Kloster und gründete ihr eigenes Geschäft, wo sie noch heute die Backtraditionen der Nonnen anwendet. Wir kauften für jeden von uns ein kleines Gebäckstück.

Bäckerei Pasticceria Maria Grammatico

Bevor wir zum Bus zurückkehrten, machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Hauptkirche von Erice, Chiesa Madre. Der 28 Meter hohe Glockenturm daneben wurde Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. ursprünglich als ein Wachturm erbaut. Friedrich II. von Aragon erweiterte ihn später zum Glockenturm.

Chiesa Madre, die Hauptkirche von Erice

Noch mehr Street-Art in den Gassen von Erice

Abends im Hotel und Baden im Meer

Danach fuhren wir eine ganze Weile mit dem Bus zum nächsten Hotel, dem Fiesta Hotel Athènee Palace. Dort angekommen bezogen wir unsere Zimmer und gingen anschließend zum Strand. Dieser war sehr kieselig und machte es somit schwer, bis zum Wasser zu laufen. Ein Holzsteg führte jedoch ins angenehm warme Wasser, sodass man nicht über die Kiesel laufen musste. Diese Badepause machte uns viel Spaß und wir hielten uns über eine Stunde am Strand auf. Tobi machte noch einige schöne Fotos vom Sonnenuntergang.

Fiesta Hotel Athènee Palace

Blick aus unserem Zimmer

Am Strand

Im Anschluss gingen wir zum Buffet. Endlich freie Wahl beim Essen inklusive Obst und Gemüse, juhu! Bei diesem reichhaltigen Buffet fiel die Auswahl alles andere als leicht.

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