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Reisebericht: Die Juwelen Islands

Dyrhólaey – Reynisfjara – Vatnajökull-Nationalpark

Halbinsel Dyrhólaey

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Dyrhólaey, was so viel wie „Türhügelinsel“ bedeutete. Diese kleine Halbinsel lag etwas westlich von Vík í Mýrdal.

Dort angekommen, unternahmen wir einen kleinen Spaziergang entlang der bizarren Felsformationen. Wir sahen zwar eine Menge in den Felsen nistender Vögel (u. a. Eissturmvögel), Papageitaucher waren aber leider nicht dabei. Vielleicht war es auch einfach zu neblig, um die süßen Vögel erspähen zu können. Bei gutem Wetter hätten wir außerdem einen schönen Blick auf den Gletscher Mýrdalsjökull gehabt. Aber was bedeutete schon gutes Wetter? In Island verstand man darunter, dass es weder windig war noch regnete. Wir konnten uns also – trotz des Nebels – glücklich schätzen.

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Blick auf das Meer von der Halbinsel Dyrhólaey

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Nistende Vögel am Kap von Dyrhólaey

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Schön, aber gefährlich: Der Strand von Reynisfjara

Nachdem wir uns bei Dyrhólaey umgesehen hatten, ging es weiter zum Strand von Reynisfjara. Dieser wurde in Umfragen unter Reisenden schon mehrmals zu einem der zehn schönsten Strände weltweit gewählt. Von der Wassertemperatur (die höchstens zehn Grad Celsius betrug) einmal abgesehen, ließ der Strand nicht wirklich Badefreude aufkommen: Reynisfjara galt wegen starker Strömungen und tosender Wellen als einer der gefährlichsten Strände Islands. In den letzten Jahren kam es wiederholt zu Todesfällen, weil unvorsichtige Touristen von den Wellen ins Meer gerissen wurden. Mehrere große Schilder machten auf dem Weg zum Strand darauf aufmerksam, den Wellen niemals den Rücken zuzuwenden und ausreichenden Sicherheitsabstand einzuhalten.

Der Sand von Reynisfjara war schwarz, da sich das hier befindliche vulkanische Gestein beim Abkühlen und Aushärten der Lava schwarz gefärbt hatte. Das bekannteste dieser vulkanischen Gesteine war Basalt.

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Schwarzer Sand am Strand von Reynisfjara

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Die tosenden Wellen dürfen nicht unterschätzt werden

Am Strand gab es eine Höhle, neben der große Basaltsäulen in den Himmel ragten. Vor der Küste befanden sich weitere Felsspitzen, welche Reynisdrangar genannt wurden. Der isländischen Folklore zufolge waren diese Felsspitzen einst Trolle, die versuchten, Schiffe an Land zu ziehen. Sie blieben jedoch zu lange dort, sodass sich die Trolle beim Sonnenaufgang in festen Stein verwandelten.

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Höhle mit großen Basaltsäulen

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Die Felsspitzen Reynisdrangar

Als wir uns an den Wellen am Strand von Reynisfjara sattgesehen hatten, ging es zurück zum Bus. Nächster Halt auf unserer Reise war der Vatnajökull-Nationalpark. Unterwegs hielten wir noch bei Kronan, einem isländischen Supermarkt, und erwarben leckere Lakritze und andere Naschereien.

Wanderungen im Vatnajökull-Nationalpark

Der Vatnajökull-Nationalpark, Europas zweitgrößter Nationalpark, wurde 2019 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Europas größter Gletscher – der Vatnajökull (dt. „Wassergletscher“) – gab dem Nationalpark seinen Namen. Im Vatnajökull-Nationalpark angekommen, hatten wir mehrere Stunden Freizeit.

Zuerst unternahmen wir mit unserer Reiseleiterin Erika eine Wanderung zu den Wasserfällen Hundafoss und Svartifoss. Der erste Teil des Weges hatte eine moderate Steigung und wir kamen leicht ins Schwitzen. Unterwegs erreichten wir den Hundafoss, welcher etwa 24 Meter in die Tiefe stürzte.

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Wasserfall Hundafoss

Oben auf dem Plateau angekommen, ging es meist auf ebener Strecke voran. Von hier konnten wir bereits den Svartifoss (dt. „schwarzer Wasserfall“) hören und ins Tal stürzen sehen. Die ersten aus unserer Reisegruppe kehrten hier schon um, doch Liane, Tobi und ich wanderten munter weiter, bis wir direkt vorm Svartifoss standen. Eingerahmt von dunklen Basaltsäulen, stürzte er von hier in ein Becken und floss hinab ins Tal. Diese Wanderung mit Aufenthalt am Svartifoss dauerte ungefähr zwei Stunden.

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Blick auf den Wasserfall Svartifoss

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Ganz nah am Svartifoss

Sobald wir wieder im Tal waren, nutzten wir die verbleibende Zeit, um zur Gletscherzunge Skaftafellsjökull zu spazieren. Der Weg war sehr eben und mit jedem Schritt, der uns der Gletscherzunge näherbrachte, wurde es kälter.

In unmittelbarer Nähe des Skaftafellsjökull endete dann der Wanderweg. Von hier bot sich uns ein beeindruckender Blick auf die Gletscherzunge, die ins Tal hinabfloss.

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Blick auf die Gletscherzunge Skaftafellsjökull

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Als uns so nahe am Gletscher langsam aber sicher kalt wurde, machten wir uns auf den Rückweg zum Bus. Dieser Spaziergang dauerte insgesamt etwa eine Stunde.

Abendessen und Besuch einer Torfkirche

Zurück beim Bus ging es weiter ins Adventure Hotel im kleinen Örtchen Hof in der Region Öræfi. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, telefonierten wir nach Hause, um von den vergangenen Erlebnissen zu berichten. Später gab es dann im hauseigenen Restaurant einen knackigen Salat, Lammkeule mit Kartoffelstampf und einen süßen Schokokuchen zum Abendessen. Alles schmeckte einwandfrei.

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Oben: Salat / Unten: Schokokuchen

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Lammkeule mit Kartoffelstampf und Gemüse

Nach dem Essen gingen wir an einer Herde blökender Schafe vorbei zu der kleinen Torfkirche (genannt Hofskirkja), die sich neben dem Hotel befand. Hier trafen wir auf Erika. Sie erzählte uns, dass es neben Hofskirkja nur noch fünf weitere dieser traditionellen Torfkirchen in Island gab. Da sie als historische Denkmäler erhalten werden sollen, sind die meisten von ihnen für die Öffentlichkeit geschlossen.

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Die kleine Torfkirche Hofskirkja

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Friedhof bei der Hofskirkja

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Blick auf ein Häuschen im kleinen Ort Hof

Nach diesem aktiven und erlebnisreichen Tag begaben wir uns zurück zum Hotel.

Reisebericht: Die Juwelen Islands
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