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Reisebericht: Zauberhaftes Japan

Jigokudani Monkey Park – Traditionelles Takayama

Auf dem Weg zum Jigokudani Monkey Park

Auch heute standen wir wieder früh auf, hatten wir doch ein gut gefülltes Tagesprogramm inklusive einer längeren Fahrt nach Takayama vor uns. Nach dem Frühstück verließen wir Nagano gegen 9 Uhr und fuhren durch die wunderschöne, verschneite Landschaft in Richtung Yamanouchi. Die Gegend um Yamanouchi war bekannt für den Jigokudani Monkey Park, welcher unzählige Besucher wegen der wilden, in den natürlichen heißen Quellen des Tals badenden Affen anzog. Auf dieses Highlight der Reise hatten wir uns bereits beim Abflug aus Deutschland gefreut!

Verschneite Landschaft in den japanischen Alpen

Nach kurzer Fahrt kamen wir am Busparkplatz an und liefen ein Stück durch die Stadt Yamanouchi. Dabei passierten wir zwei kleine buddhistische Tempel und verschneite Häuser. Am nordöstlichen Ende der Stadt gab es ein kleines Café. Dahinter begann der Wanderweg zum Jigokudani Monkey Park. Ein Schild zeigte an, dass ab hier noch ca. 1,8 Kilometer zu bewältigen waren.

Der Weg führte durch einen Wald im Tal des Yokoyu-Flusses, welches wegen seiner steilen Klippen und der sprudelnden, heißen Quellen auch Höllental genannt wurde. Höllental wiederum bedeutete auf Japanisch Jigokudani und so ließ sich der Name Jigokudani Monkey Park ableiten.

Noch 1,8 Kilometer zum Jigokudani Monkey Park

Der Weg war ziemlich matschig, da die Schneeschmelze eingesetzt hatte. Glücklicherweise hatten wir alle festes Schuhwerk an, obwohl die Schuhe am Ende des Weges dennoch etwas dreckig waren. Nach mehr als der Hälfte des Weges kamen wir an einer kleinen Siedlung mitten im Tal vorbei. Der Blick über die kleinen Häuser und die Berge bot ein tolles Fotomotiv. Während der gesamten Wanderung von etwa 40 Minuten atmeten wir frische, saubere Luft ein und lauschten dem Vogelgezwitscher.

Der Weg war etwas matschig

Kleine Siedlung im Tal

Die Japanmakaken hautnah

Nach einem weiteren kurzen Aufstieg standen wir endlich vor dem Eingang zum Jigokudani Monkey Park. Ganz aufgeregt, ob wir die Japanmakaken (auch Rotgesichtsmakaken oder Schneeaffen) überhaupt zu Gesicht bekommen würden, betraten wir das Gelände.

Der Eingang zum Monkey Park

Und tatsächlich: Bereits im vorderen Bereich der Anlage saßen die ersten drei Japanmakaken eng umschlungen, um sich vor der Kälte zu schützen! Ihre Fellfärbung variierte von gelblich braun bis dunkelbraun, sie hatten ein langes und dichtes Fell. Die größte Auffälligkeit aber war ihr rötliches Gesicht.

Drei Japanmakaken

Über eine Brücke gelangten wir dann zum Onsen, in dem zu unserem Glück ebenfalls eine ganze Menge Japanmakaken saßen und badeten. Sie wurden zwar von Parkwächtern gefüttert, nichtsdestotrotz waren sie wilde Tiere, die kamen und gingen, wann sie wollten. Das Baden im Onsen diente dazu, sich vor der extremen Kälte zu schützen.

Die Japanmakaken badeten im Onsen

Einige der Japanmakaken hatten Nachwuchs dabei. Es war total amüsant, diesen beim Herumtollen zuzuschauen. Andere wiederum lagen ganz entspannt im warmen Wasser und nahmen von uns und den anderen Touristen gar keine Notiz. Unser Favorit war ein Affe, der sich, die Arme ganz entspannt erhoben, von einem anderen Affen lausen ließ. Wir sahen aber auch ein ganz besonderes Prachtexemplar, welches auf einen Stein im Onsen sprang, sich darauf hockte und dann urplötzlich sein großes Geschäft verrichtete – mitten ins Wasser. So ein Ferkel!

So lässt es sich leben!

Wir konnten uns an den Japanmakaken gar nicht satt sehen. Es war ein grandioses Erlebnis! Nach etwa 45 Minuten, die viel zu schnell vergingen, begaben wir uns über den Waldweg auf den Rückweg zum Bus.

Fahrt durch die japanischen Alpen und Döner

Nach ca. einer Stunde Fahrt hielten wir auf einem Parkplatz, der an einem großen Stausee lag. Von der Brücke hatte man einen schönen Blick auf das grün schimmernde Wasser unter der Talsperre. In der anderen Richtung erstreckte sich der Fluss und reichte bis in die schneebedeckten Berge hinein.

Ein großer Stausee

Weiter führte uns unsere Fahrt durch die japanischen Alpen. Dabei fuhren wir an der Shiga-Hochebene (jap. Shiga-Kogen), einem der größten Skigebiete Japans und zudem einer der Veranstaltungsorte der Olympischen Winterspiele 1998, vorbei.

Die Shiga-Hochebene

Auf einem nahe gelegenen Rastplatz legten wir eine weitere Pause ein. Hier kaufte sich jeder von uns einen japanischen Döner Kebab. Dieser war gefüllt mit Salat, Tomaten, Gurken und Hühnchenfleisch, alles garniert mit einer leckeren Käsesoße. Schade, dass es die bei uns in Deutschland nicht gab!

Auch in Japan gab es Döner…

Takayama und die traditionelle Altstadt

Nach einer weiteren Stunde Fahrt kamen wir in der Stadt Takayama (auch Hida-no-Takayama genannt) in der gebirgigen Region Hida, Präfektur Gifu an. Die Stadt erhielt ihren traditionellen Charme all die Jahre aufrecht, was besonders an der schön erhaltenen, eindrucksvollen Altstadt erkennbar war.

Nachdem wir gegen 18 Uhr im Spa Hotel Alpina eincheckten, ging es auch schon weiter auf einen Spaziergang durch die Stadt. Wir gingen über eine Brücke, die den Fluss Miyagawa (auch Jinzu genannt) überspannte, und erreichten schließlich die Altstadt Takayamas.

Blick auf Takayama und den Fluss Miyagawa

Da heute Sonntag war, hatten die meisten Geschäfte leider (schon) geschlossen. Unter der Woche waren die Geschäfte bis ca. 18 Uhr geöffnet. Am morgigen Tag sollten wir jedoch die Gelegenheit zum Einkaufen und zur Verköstigung von Sake bekommen. Unser Weg führte uns durch alte, malerische Gassen. An beiden Seiten des Weges standen vereinzelt Sakefässer, Hasenfiguren (eine beliebte Figur der japanischen Mythologie) und an den Ladeneingängen hingen bunte Laternen.

Zwei große Sakefässer

Ein traditioneller Laden / Rechts unten stehen Hasenfiguren

Sakurayama Hachimangu Schrein und Abendessen

Nach dem Bummel durch die Altstadt gingen wir weiter zum Sakurayama Hachimangu Schrein, dem Schutz-Schrein der Stadt. Hier stand auch ein kleiner Schrein für alte Gegenstände. Künstler legten hier z. B. ihre alten, kaputten Pinsel und Füller in einen Korb, um ihnen die letzte Ehre zu erweisen. Um sie einfach in den Müll zu werfen, waren sie ihnen noch immer zu wichtig und so konnten sie die Gegenstände hier ruhigen Gewissens ablegen.

Der Sakurayama Hachimangu Schrein

Unten: Symbol einer Malvenblüte

Schrein für alte Gegenstände

Nachdem wir den Sakurayama Hachimangu Schrein besichtigt hatten, gingen wir zurück zum Spa Hotel Alpina. Nach kurzer Pause auf den Hotelzimmern bummelten wir zu fünft durch Takayama. Wir gingen an mehreren lustigen Figuren von Winkekatzen vorbei, bis wir schließlich ein Restaurant fanden, in dem Liane, Omma und ich Ramen (Nudelsuppe) und Tobi und Mario ein Grillgericht mit Huhn und Salat aßen.

Bummel durch die Stadt

Oben: Figur einer Winkekatze / Unten: Eingang eines Restaurants

Oben: Ramen / Unten: Grillgericht

Nach gestilltem Hunger marschierten wir zurück zum Spa Hotel Alpina.

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