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Reisebericht: Sizilien, größte Insel im Mittelmeer

Syrakus – Noto

Archäologischer Park in Syrakus

Unser Tag startete mit einem Frühstück vom Buffet. Es gab eine recht große Auswahl an Speisen. Das meiste davon waren süße Sachen wie beispielsweise Croissants und Küchlein. Frisches Obst war leider rar. Anschließend lernten wir unseren Fahrer, Antonio, kennen und fuhren nach Syrakus. In der zur Zeit der Antike größten und mächtigsten Stadt Siziliens hatten wir zuerst eine Führung durch den archäologischen Park im antiken Stadtteil Neapolis (Neustadt).

Wir besuchten zuerst das Teatro Greco, welches im 6. Jahrhundert v. Chr. erbaut wurde. Mit einem Durchmesser von 138 Metern und Platz für 15.000 Zuschauer war es eines der größten griechischen Theater. 42 von 60 der in den Fels geschlagenen Sitzreihen waren noch erhalten.

Das Teatro Greco

Das Teatro Greco bot Platz für 15.000 Zuschauer

In den Fels gehauene Gräber

Danach spazierten wir an einigen Latomien (Steinbrüchen) vorbei. In diesen wurden einst nicht nur Kalksteine abgebaut, sondern auch Menschen gefangen gehalten. Wir sahen auch das „Ohr des Dionysios“. Dies war eine in den Fels gehauene, über 20 Meter hohe und elf Meter breite Höhle mit beachtlicher Akustik.

Blick auf den archäologischen Park

Das Ohr des Dionysios

Im Inneren vom Ohr des Dionysios

Als letztes gingen wir zum römischen Amphitheater aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. Dieses wurde damals oft mit Wasser gefüllt, um dramatische Seeschlachten nachzustellen.

Das römische Amphitheater

Die Insel Ortigia

Nachdem wir uns umgesehen hatten, gingen wir zurück zum Bus, welcher uns zur Insel Ortigia (dt. „Wachtelinsel“) brachte. Ortigia bildete das historische Zentrum von Syrakus und war lediglich durch zwei Brücken mit dem Festland verbunden.

Brücke zur Insel Ortigia

Blick auf die Promenade von Ortigia

Zuerst besichtigten wir die Überreste vom Apollontempel, dem ältesten griechischen Tempel von Sizilien. Danach spazierten wir durch kleine Gässchen und am Artemis-Brunnen vorbei. Der griechische Name Ortigia war ein Beiname der Göttin Artemis und so wurde ihr zu Ehren dieser Brunnen errichtet.

Überreste vom Apollontempel

Der Artemis-Brunnen

Als nächstes bestaunten wir die Kathedrale Santa Maria delle Colonne. Sie lag an der höchsten Stelle der Insel Ortigia. In der Antike als ein der Athene geweihter Tempel errichtet, baute man sie in den folgenden Jahrhunderten mehrere Male um. Heute vereinte die Kathedrale somit Teile des antiken Tempels sowie Elemente der byzantinischen, normannischen und sizilianischen Baukunst.

Die Kathedrale Santa Maria delle Colonne

Der prachtvolle Altar der Kathedrale Santa Maria delle Colonne

Deckenmalerei

Nachdem wir uns an dieser interessanten Kathedrale sattgesehen hatten, gingen wir zum Brunnen von Arethusa. Hier sollte die Nymphe Arethusa von der Göttin Artemis in eine Süßwasserquelle verwandelt worden sein. Auf der Wasseroberfläche wuchs wilder Papyrus.

Der Brunnen von Arethusa

Wilder Papyrus wuchs auf der Wasseroberfläche

Freizeit auf Ortigia und Arancini

Anschließend hatten wir etwa 90 Minuten Freizeit. Zuerst machten Tobi, Liane und ich uns auf die Suche nach einem Restaurant, welches Arancino (dt. „kleine Orangen“) anbot. Arancini waren frittierte und gefüllte Reisbällchen. Als Füllungen gab es Bolognese, Schinken und Käse sowie Pilze. Schnell wurden wir fündig und aßen die kleinen aber sättigenden Reisbällchen mit einer Füllung aus Bolognese auf.

In den Straßen von Ortigia

Arancini mit Bolognesefüllung

Natürlich darf auch ein kühles Eis nicht fehlen

Danach besuchten wir das Castello Maniace, eine Festung an der Südspitze von Ortigia. Von hier aus hatten wir eine schöne Sicht auf das blaue Meer und die Küste.

Blick auf das Castello Maniace

Blick auf Ortigia vom Castello Maniace

Entlang der Promenade von Ortigia liefen wir unter schattenspendenden Großblättrigen Feigen hindurch und über die Brücke Ponte Santa Lucia zum Busparkplatz. Auch kamen wir hier an der Statue von Archimedes vorbei und schossen noch das ein oder andere Foto. Da wir noch etwas Zeit bis zur Weiterfahrt hatten, riefen wir kurz in der Heimat an – was ja aufgrund des schlechten Netzempfangs im Hotel leider nicht möglich gewesen war.

Großblättrige Feigen spenden Schatten

Entlang der Promenade von Ortigia

Das spätbarocke Städtchen Noto

Im Anschluss fuhren wir nach Noto. Diese Stadt war eine der spätbarocken Städte des Val di Noto, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörten. Wir spazierten durch die kleine Stadt und erblickten prunkvolle Gebäude wie das Königstor Porta Reale, das Rathaus Palazzo Ducezio, die Kathedrale von Noto sowie viele weitere Kirchen. Auch am Brunnen von Herkules liefen wir vorbei.

Das Königstor Porta Reale

Die Kathedrale von Noto

Die Kirche San Domenico

Die St. Charles Kirche

Das Rathaus Palazzo Ducezio

Die Kirche Santa Chiara

Zu guter Letzt bestaunten wir den Palazzo Nicolaci di Villadorata, vor dessen Tür jedes Jahr die Infiorata, eines der farbenprächtigsten Festivals der Welt, stattfand. Der Palazzo Nicolaci di Villadorata hatte mehrere Balkone, welche mit Figuren von Löwen, Kindern, Zentauren, geflügelten Pferden, Chimären sowie Sirenen dekoriert waren.

Der Palazzo Nicolaci di Villadorata

Balkon mit Figuren von Kindern

Balkon mit Figuren von Sirenen

Danach hatten wir etwas Freizeit. Tobi, Liane und ich nutzten diese, um Granita zu verköstigen. Dies war eine gefrorene, sorbet-ähnliche Süßspeise. Wir bestellten uns die Geschmacksrichtungen Zitrone, Erdbeere und Mandarine. Alle drei Sorten schmeckten köstlich und waren herrlich erfrischend bei den warmen Temperaturen. Auf dem Weg zum Bus kauften wir noch Pistazien- und Marsala-Schokolade.

Leckere Granita

Zurück im Hotel

Dann fuhren wir zurück zum Hotel Eureka Palace, wo es abermals um 19:30 Uhr Abendessen gab. Serviert wurden Nudeln mit Oliven und Kapern sowie Schwertfisch mit Kartoffeln. Tobi bekam als Nicht-Fisch-Esser einen Hackbraten. Als Dessert wurde Eis gereicht.

Oben: Weißwein / Unten: Nudeln mit Oliven und Kapern

Hackbraten und Schwertfisch mit Kartoffeln

Reisebericht: Sizilien, größte Insel im Mittelmeer
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